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Schwangerschaft

Körpermitte in der Schwangerschaft

haltung

Die Körpermitte-Muskeln (Muskelkorsett und Beckenboden) in der pränatalen Phase

Alle Muskeln der Körpermitte verlieren während der Schwangerschaft an Kraft und Grundspannung. Die gesamte Funktionseinheit Muskelkorsett-Beckenboden leidet unter der veränderten körperlichen Situation und kann seine Funktionen immer weniger erfüllen.

Der größer werdende Bauch verlagert den Körperschwerpunkt nach vorne. Die schwächer werdenden Muskeln können die aufrechte Haltung immer weniger stabilisieren, das führt zu einem übermäßigen Hohlkreuz in der Lendenwirbelsäule, belastet die Bandscheiben und fördert Rückenbeschwerden. Die pauschale Aussage „Bauchmuskeln nicht mehr trainieren“ ist somit falsch. Die Bauchmuskeln sollten mit schwangerschaftsangepassten Übungen trainiert werden.

Was die Haltungs- und Rücken-Problematik verstärkt

  • Werden die Körpermitte-Muskeln gar nicht mehr trainiert, verstärkt dies den Funktionsverlust, den Stabilitätsverlust und somit den Verlust an Körperhaltung.

Wie Sie der Haltungs- und Rücken-Problematik begegnen können

  • Eine gute, an die Schwangerschaft angepasste Körperhaltung.
  • Sanfte Kräftigung von Beckenboden und Bauchmuskeln mit pränatalen Kräftigungsübungen.
  • Wenn Sie etwas anheben, tragen, ziehen oder schieben müssen, aktivieren Sie vorher Beckenboden und Muskelkorsett!
  • Bei sehr großem Bauchumfang sollten Sie im 3. Trimester eine orthopädische Rücken-Bandage tragen!

Hinweis für ambitionierte Sportlerinnen

Sportlerinnen haben normalerweise weniger Probleme mit ihrer Haltung, weil ihre Rumpfmuskulatur besser ausgebildet ist und sie sich ohnehin bewusster halten. Rückenbeschwerden sind bei Sportlerinnen seltener.

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